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Unterstützung in Corona-Zeiten

Um Menschen davor zu bewahren, in eine existenzielle Notlage zu geraten (z. B. weil sie ihre Miete nicht mehr zahlen können), hat die Bundesregierung den Zugang zur Grundsicherung vereinfacht. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie arbeitssuchend, selbstständig oder in einer Beschäftigung /Ausbildung sind.
Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und darin erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, bei dem wird Vermögen für die folgenden 6 Monate nicht berücksichtigt.

Die Angemessenheit der Miete wird für 6 Monate unterstellt und erst im Anschluss daran geprüft, wenn weitere Hilfe benötigt wird.

Den Antrag können Sie telefonisch, per E-Mail oder per (Haus-)Post beim zuständigen Jobcenter stellen.

Antragsvordrucke finden Sie hier:
Jobcenter MSE-Nord bzw. Jobcenter MSE-Süd und bei Fragen gern auch an die JuSe-Projektleitung unter 0395 7662001

Und noch ein paar Infos, die den finanziellen Druck etwas abmildern können:

Kündigungsschutz von Mietern wird ausgeweitet

Vermieter sollen nur noch eingeschränkt ihren Mietern kündigen können, falls Mietschulden zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 entstehen. Dann darf der Vermieter das Mietverhältnis nicht einfach kündigen. Allerdings muss der Mieter glaubhaft belegen, dass die Mietschulden mit der COVID-19-Pandemie zusammenhängen (z. B. Nachweis über Verdienstausfall vom Arbeitgeber).
Achtung: Der Mieter ist grundsätzlich zur Zahlung der Miete an den Vermieter verpflichtet, und die Zahlung wird nur aufgeschoben. Die Zahlungsrückstände müssen spätestens nach zwei Jahren – also bis zum 30. Juni 2022 – beglichen werden. Ansonsten kann der Vermieter dem Mieter kündigen. Mieter, die ihre Miete nicht bezahlen können, sollten unbedingt prüfen, ob Ihnen Wohngeld oder HartzIV zusteht.
Quelle: www.bmjv.de/DE/Themen/FokusThemen/Corona/Miete/Corona_Miete_node.html

Zahlungsaufschub bei Strom, Gas, Wasser, Abwasser und Telekommunikation

Können Sie krisenbedingt Ihre Rechnung für Strom, Gas, Wasser, Abwasser oder Internet nicht bezahlen, erhalten Sie einen Aufschub von drei Monaten. Die Regelung tritt am 1. April 2020 in Kraft.

Drei Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, wenn Sie das neue Recht in Anspruch nehmen wollen:
1. Sie haben den jeweiligen Vertrag vor dem 8. März 2020 geschlossen,
2. Sie haben aufgrund der Corona-Pandemie wirtschaftliche Verluste und
3. können deshalb Ihren Lebensunterhalt oder den Ihrer Familie nicht mehr angemessen bestreiten.
Dieser Aufschub ist zunächst bis zum 30. Juni befristet.

Denken Sie aber daran: Die Zahlungen können Sie nur bis zum 30. Juni 2020 aufschieben. Dann kann der Vertragspartner sein ausstehendes Geld einfordern und Ihren Vertrag kündigen, wenn Sie die offenen Rechnungen nicht begleichen.
Quelle: https://www.n-tv.de/ratgeber/Zahlungen-koennen-ausgesetzt-werden-article21679111.html

Leichterer Zugang zu Kinderzuschlag

Die Bundesagentur für Arbeit prüft vorübergehend deshalb nur das Einkommen des vergangenen Monats und nicht mehr das Einkommen aus den vergangenen sechs Monaten. Außerdem wird auch hier die Vermögensprüfung ausgesetzt.
Für Familien, die im ablaufenden Bewilligungszeitraum den höchstmöglichen Gesamtkinderzuschlag bezogen haben, soll ohne erneute Einkommensprüfung eine einmalige Verlängerung des Kinderzuschlags um sechs Monate eingeführt werden. So können die Leistungen ohne Unterbrechung gewährt werden. Dies soll für die Zeit vom 1. April bis 30. September gelten.
Quelle: www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/info-beschaeftigte-1734774

Ausgleich des Verdienstausfalls, wenn Kinder zu Hause betreut werden

Berufstätige Eltern sollen wegen der derzeit geschlossenen Schulen und Kitas keinen unbezahlten Urlaub nehmen müssen. Daher können Arbeitgeber eine Entschädigung beantragen, um den Eltern für bis zu sechs Wochen 67 Prozent des Lohns zu zahlen. Formulare und weitere Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern.

Die Entschädigung ist an mehrere Voraussetzungen gebunden. Gezahlt wird ähnlich wie beim Krankengeld nur, wenn mindestens ein Kind unter zwölf Jahre alt oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Gedacht ist das Geld für Eltern, die überhaupt keine andere Möglichkeit haben, ihre Kinder anderweitig betreuen zu lassen, die keine Überstunden abbummeln können und bei denen Home-Office nicht möglich ist.

Außerdem wird nicht für die Zeit gezahlt, in der die jeweilige Betreuungseinrichtung - also Kita oder Hort - zum Beispiel wegen der Osterferien ohnehin geschlossen hätte. Die Anträge für die Eltern-Entschädigung muss der Arbeitgeber stellen.

Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Coronakrise-Arbeitgeber-koennen-Eltern-Entschaedigung-beantragen,coronavirus1032.html